„Kapellmeister“ Jerker Kluge & Tobias von Tramp spielen am Grammophon für Euch feinsten tanzbaren Jazz und Funk am Isarboulevard. Dank einer Schenkung des Bayerischen Staatsballetts schweben wir elfengleich über den besten Tanzboden der Welt. Über uns. Nur der Mond.

Um 1900 gab es im innerstädtischen Isarraum 14 Ausflugslokale mit Tanzboden, Schiffsschaukel und Kettenkarussel. Das epochenprägende war das „Wiener Kaffeehaus und Weinrestaurant ISARLUST“ auf der Praterinsel im heutigen DAV-Museum. Andere nannten sich „Tivoli“, „Isaria“ oder „Neptun“. Am Vater-Rhein-Brunnen fand 15 Jahre lang die Auer Dult statt. Die innere Isar war – so würde man das heute nennen – ein „Hotspot“ des urbanen Lebens der Münchner – und gleichzeitig – ein Ort für die Natur.

Wie, haben wir uns gefragt, können wir den Münchnerinnen und Münchnern dieses Gefühl vom Leben am Fluss zurück holen und in die Zukunft einer Stadt am Meer zu blicken? Wie bringen wir die Münchnerinnen und Münchner dazu sich wieder der innerstädtischen Isar zuzuwenden und ihre „Wasserscheu“ abzulegen. Den Tanz, den Swing, das Flair der Großstadt, den Schein der ersten Gaslaternen auf dem Isarboulevard in der Isar (der Thomas Mann zum „Und München leuchtete“ inspirierte)…

Da helfen uns nun Jerker Kluge und Tobias von Tramp mit ihren Platten.

TOBIAS KIRMAYER betreibt seit 2003 sein Label Tramp Records auf dem er nicht nur verschollene Rare Grooves zu neuen Ehren verhilft sondern auch bis heute einen entschiedenen Beitrag zur Vinylkultur in Deutschland leistet. Des weiteren reist er regelmäßig als DJ durch Europa um mit den Lokalhelden die Clubs zu rocken. Mehr Info gibt’s hier: tramprecords.bandcamp.com

JERKER KLUGE studierte zwischen 1999 und 2003 am Richard-Strauss-Konservatorium München Kontrabass bei Paulo Cardoso (Jazz) und Caius Oana (Klassik). 2000 gründete er die eigene Gruppe Hipnosis und begann, sich mit Komposition intensiver zu beschäftigen (die Gruppe spielt nur Eigenkompositionen). Seit 2002 wirkte er zudem als Veranstalter der Konzertreihe „Jazzkombinat“ und als DJ. 2003 erschien das Debüt-Album von Hipnosis, das sehr gute Kritiken erhielt; im Folgejahr tourte er mit der Band durch Deutschland, Österreich, die Slowakei und Ungarn. Daneben begann er zunehmend als Komponist zu arbeiten: 2006 schrieb er die Filmmusik für „Apartment 6“, im selben Jahr führte er mit dem Cosmic Groove Orchestra seine Suite “Das Apokalyptische Weib” in der Münchner Michaelskirche auf. Mit seinem Hi-Fly Orchestra spielt er Soul Jazz, mit Deep Jazz erkundet er Modal Jazz. Daneben unterhält er die Tribut-Gruppe Mingus in Wonderland.

Abwechselnd jeden Mittwoch am Kulturstrand an der Ludwigsbrücke. Wir sind mehr als gespannt.