…nicht weniger als 3, in Worten “drei”, DJs gehen heute abend in den Ring und schicken kurz vorm Schlussgong des Kulturstrands nochmal ein paar derbe musikalische Punchlines auf die Bretter der Kulturstrandbühne, und zwar mit einem Song pro Runde. Gebattlet wird, bis einer heult.
…passend zum bangen Quali-Spiel der Bayern heute…DJane Sky Pantona ist leider erkrankt, von der Bank kommt hochmotiviert DJ Soloentertainer ins Spiel…Funk&Old School Hip Hop im Sturmlauf…mach et, Otze…
“Rosalie und Wanda”, auch TAFKARUJ (The artist formerly known as Rosalie und Jakob) laden zu nichts weniger als einer Reise durch ein Jahrhundert Musikgeschichte…wenn Hanns Eisler, Sun Ra, Franz Joseph Degenhardt, DAF, Rio Reiser, Schorsch Kamerun, Kim Gordon und Gudrun Gut eine Band gründen würden – na dann klänge das immer noch nicht ganz so, wie das hier. Aber es gibt die Richtung vor. Und hier habt ein paar Namen zum Googlen. Und wer dazu keine Zeit hat, hier die Kurzfassung: wird ein sensationeller Abend. Denn, wir zitieren: “Bei all dem ist eines konstant: Klingt stets charmant.”
Wir wagen es nochmal…denn die sind wirklich gestraft, unverdient, die Mädels und Jungs von den großartigen “Royal Majestix“…das Wetter hat nun schon so oft deren Auftritt am Kulturstrand verhindert, dass es morgen schon rein statistisch hinhauen muss…entgegen aller Vorhersagen…alle Daumen gedrückt nach oben!
Erstmal dicke Props an Hamid von der eZoo/Harry Klein-Crew, dass er das hier klar gemacht hat: Minimal Techno ist immer dann maximal gut, wenn er so funklastig und zugleich tiefgründig daherpumpt, wie im Falle des argentinischen Wunderknaben Sebastian Galante aka “Seph”…auch wenn wir uns ja fast wünschen würden, Galante hätte es mehr mit “House”, denn dann hätten wir den Teaser-Text so schön um die “Maredo”-Fressketten herumbauen können. Von wegen Argentinien. Und Steaks. Und House. Ihr versteht. Na, ging ja auch so. Neben seinen deutlich clubrockenden DJ-Sets hat Galante seit neuerer Zeit auch ein Soloprojekt aus der Taufe gehoben, das besser überhaupt gar nicht an den Kulturstrand passen könnte: Offener, fröhlicher und harmoniegeiler als seine düster-treibenden Nachtklänge wird das hier heute ein Abend in Musik wie eine Abend im Fußball mit Maradona. Als Spieler, versteht sich. “Don’t cry for me, Argentina?” Seguro que no…
Danach gibt es altbewährte Neuigkeiten mit unseren Freunden von eZoo Beach…bester Einstieg ins Münchner Nachtleben, wenn man nach diesem Abend die Kraft noch hat…
Der Sommer soll unbestätigten Gerüchten zufolge ein paar Gnadentage einlegen…und an denen gibt es, logisch chronologisch, das Folgende am Kulturstrand:
“Twangender Psyche-Boogie aus München”. Das ist die Formel, unter der im weltumspannenden Netz mit den “Vibro-Tones” gerechnet wird. Anders gesagt:
„’The Vibro-Tones’ sind ein Duo, das wohl direkt aus den Rillen des Pulp Fiction-Soundtracks gefallen ist. Sie beschwören mit ihren Spaghetti-Western Moritaten endlos-staubbedeckte Savannen herauf und lassen einen mit ihren glitzernden Surf-Juwelen die pristine Klarheit eines Sonnenaufgangs auf dem Mars spüren, als wäre man gestern noch dort gewesen. Psychedelischer Noise Pop, transportiert von einer simplen ‘zwei Gitarren + Groovebox“ Besetzung.’”
Gott, Jah, wie auch immer man Dich ansprechen soll – hab ein Einsehen und schenke uns und den Royal Majestix heute abend ein bisschen nettes Wetter…Du wirst es nicht bereuen, wirklich…wenn Du noch Fragen dazu hast, einfach hier schauen…Amen.
Wollen wir mal nicht schon wieder übers Wetter reden, das heute und in den nächsten Tagen ziemlich übel werden soll, feiner Wechsel zwischen Gewittern und Nieselregen, düster, ganz düster, der Sommer hat sich festgelegt…ups, wir wollten ja gar nicht übers Wetter sprechen…na dann verlegen wir uns halt eben auf, sagen wir mal, Vulkanismus? Also: wegen starker Vulkanaktivität ist das Kulturprogramm in den nächsten Tagen gefährdet. Daher gibt es auf diesem Portal täglich aktuelle Infos. Dranbleiben.
Heute haben wir noch Hoffnung, dass das Konzert mit “Backbench” stattfinden kann. Alle Informationen dazu gibt es hier.
Der Kulturstrand 2011 neigt sich dem Ende zu – und gibt nochmal Alles. Heute mit doppelt wortgesinnt bewegender Musik. “Moving City Lights” leuchten jetzt schon am Münchner Indie-Folk-Himmel und sind dabei, ihre Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus auszudehnen. Nicht umsonst verweist der Bandname auf Charlie Chaplins ergreifendes Großstadtepos “City Lights”…Musik für unverkäufliche Seelen, der Abend wird hell…
Moving City Lights zu Gast auf Hamburgs schönstem Balkon:
Pardon Ms. Arden
Über die drei Jungs muss man ja gar nicht viel sagen…eigentlich reicht es schon, anzumerken, dass sie aus dem Qualitätsgarantenhaus “Flowerstreet Records” kommen und mit ihrem druckvollen Post Punk-Britpop-Hybriden zu den derzeit vielversprechendsten Acts der Landeshauptstadt gehören. Alles weitere wird Geschichte, ganz sicher…
Legenden müssen nicht alt sein, dafür ist Christoph Weiherer der quicklebendige Beweis. Längst hat Weiherer in Hinblick auf textliche und musikalische Genialtät zu Hans Söllner, einem seiner unverhohlenen Vorbilder aufgeschlossen, ja, vielleicht hat er ihn sogar ein bisschen abgehängt…das Herz trägt Weiherer auf der Zunge, die ausschließlich in feinster bayrischer Mundart die richtigen Töne anschlägt, und zeigt eindringlich, dass noch jede Menge Raum für Protestlieder da ist, die mehr sind als einfach nur “dageng”. Gesellschaftsanalysen und Philosophenschläue treffen auf die hohe Kunst des Liedermachens, und das ist und bleibt etwas anderes als das viel zitierte “Singer-/Songwritertum”. Man nehme eine Prise Hannes Wader und einen gehäuften Löffel Franz-Josef Degenhardt, eine gehörige Portion Gerhard Poltscher Satirekunst und, Verzeihung, die Eier eines Mutigen … und dann hat man ihn sich trotzdem noch nicht ganz gebacken, den Christoph Weiherer. Eine der Sternstunden des diesjährigen Kulturstrands, ganz ohne Zweifel…wussten auch die Kollegen vom schönen “Balcony TV”, wie man unten sieht.
Egal was die Meteorologen da statistisch zusammenfantasieren, es ist jetzt amtlich: der Sommer war wirklich mies…wenigstens gestern hat es nicht geregnet und die “Tonelabs” haben das standesgemäß gefeiert – wir danken dafür!
Diese DJane trägt den Verweis auf die breite Farbpalette ganz zurecht im Namen…alle Farben des Regenbogens schießt die Residenta aus dem “Jennifer Parks” heute quer über den Geschwister-Scholl-Platz…oder, in ihren Worten und in international gängigem Idiom formuliert: “…being a DJ is like trying to find the perfect mix every time, picking from all those amazing tracks in my bag is like picking the colours for a painting, a collage of sounds and beats, to celebrate the moment…” Genau, genau, und genau deshalb wird das heute ein ganz, ganz feiner Sommerabend…Kulturstrand kunterbunt…