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Die Klage und der Antrag auf „einstweiligen Rechtsschutz“ zur Rettung des Kulturstrandes der urbanauten beim Verwaltungsgericht München ist seit gestern Abend eingereicht. Da den urbanauten die entsprechenden Unterlagen vom KVR erst verspätet am Dienstag Abend zugestellt wurden, konnte die Klage auf „einstweiligen Rechtsschutz“ erst darauf aufbauend fertiggestellt werden. 
Im vollen Vertrauen auf die Qualität unserer Anwälte und die Fairness der Gerichte harren die urbanauten jetzt der Dinge die da kommen mögen. Den urbanauten ist die Entscheidung zur Klage auf „einstweiligen Rechtsschutz“ nicht leicht gefallen. Anwälte gehörten bisher nicht in ihren kulturellen Köcher. Das Vergabeverfahren ist jedoch so offensichtlich skurril in Prozess und Ergebnis, dass uns keine andere Wahl bleibt, gerade auch, da das KVR sich nicht zu Verhandlungen in der Lage sah, bevor die urbanauten Rechtsmittel einlegen. Ein weiterer wichtiger Aspekt: das Vergabeverfahren wurde nach Auffassung der urbanauten vom KVR in erheblichen Teilen nicht im Sinne der Stadtratsbeschlüsse dazu vom Nov/Dez. 2015 durchgeführt.
die urbanauten haben dem KVR über ihre Anwälte mehrfach Vorschläge zu möglichen Kompromissen gemacht. Dort wurde uns jedoch mitgeteilt, dass dies aus rechtlichen Gründen erst erfolgen kann, wenn die urbanauten Klage gegen die falsche Entscheidung des KVRs einreichen. den urbanauten ist es dabei wichtig zu betonen, dass ihnen dies schwer fällt, da sie die Arbeit von Herrn Dr. Wilfried Blume-Beyerle und seinen vielen Mitarbeitern für diese Stadt sehr schätzen.
die urbanauten bleiben dabei weiterhin offen für Kompromissvorschläge aller Art, von wem auch immer. Sie freuen sich, dass andere von ihnen sehr geschätzt Kulturakteure wie Zehra Spindler nun auch den innerstädtischen Isarraum für sich entdecken. Ulrike Bührlen und Benjamin David von den urbanauten: „Vielleicht kann sich die wunderbare Zehra Spindler aber auch selber was Eigenes ausdenken und sich selbst dann die Mühe machen mit Politik und Verwaltung einen guten Platz für ihre eigene Idee zu finden. Im innerstädtischen Isarraum ist mehr als genug Platz für alle Interessen. Dabei helfen die urbanauten gerne.“ Großdiskotheken-Betreiber wie die Craft AG um Beyer (Geschäftsführer der Urban League) sollen nicht an die Isar. die urbanauten sind überzeugt, dass das ein Großteil der Münchner auch für keine gute Idee hält.
Uns geht es darum den Kulturstrand auch und gerade für unsere MitarbeiterInnen, die dutzenden Kulturpartner, hunderte Künstler und tausenden BesucherInnen in eine sichere Zukunft als „nicht gewinnorientierte“ Kulturplattform für alle an der Isar im Herzen unserer Stadt zu führen – in 2016 und darüber hinaus. Die Vorarbeiten die dafür von allen geleistet wurden, sind es wert, dass wir dafür kämpfen. Ein solches Projekt muss auch künftig die besonderen Interessen der AnwohnerInnen, der Natur und der Stadtkultur in den Mittelpunkt stellen.
Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne unter 0179 – 49 34 578 zur Verfügung.
Mit besten Grüßen auch von meiner Kollegin Ulrike Bührlen und dem gesamten Kulturstrand-Team,
Benjamin David
die urbanauten
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